Hochsensible Kinder erziehen

hochsensible KinderFür hochsensible Kinder ist es von besonderer Wichtigkeit, dass wir ihnen nicht nur ein Dach über dem Kopf geben, unter dem sie groß werden können. Hochsensible Kinder brauchen weit aus mehr als nur ein Zuhause, eine gefüllte Brotdose und ein leckeres Abendessen.
Schön ist es, wenn wir uns als Eltern auf die Bedürfnisse und Befindlichkeiten intensiver einlassen. Wenn wir ihnen bei Ihren Sorgen und Nöten zur Seite stehen, aber auch ihre Träume und Wünsche verstehen und respektieren. Sie sozusagen in Gefäße gießen, aus denen hochsensible Kinder schöpfen können.
Leider lässt unsere heutige Welt noch nicht so viel Verständnis und Einfühlungsvermögen zu, wie es hochsensible brauchen. Das liegt daran, dass hochsensible immer noch in der Minderheit sind. Nur ungefähr 20 % der Weltbevölkerung sind hochsensibel. Der Rest nimmt eher normal sensibel wahr und tickt auch dementsprechend anders. Vielleicht einfacher.
Darum sind hochsensible Menschen nicht falsch. Im Gegenteil, sie sind mehr als richtig auf dieser Welt, auch wenn sie sich selber oftmals nicht so fühlen. Das liegt leider daran, dass normal sensible die Reaktionen und Wahrnehmungen hochsensibler Menschen nicht verstehen und nachvollziehen können.
Hochsensible kennen den Spruch: „Nun sei doch nicht so sensibel!“ Doch woher nehmen, wenn nicht stellen. Zumindest, wenn man es doch ist.

„Hallo – erst einmal herzlich Willkommen auf Kindererziehung heute.“

Warum sind manche Menschen – hochsensibel?

Der Grund, wie ich eben schon schrieb, ist, das Hochsensible, egal ob Kind oder Erwachsene völlig anderes wahrnehmen als normal sensible Menschen. Der Grund wiederum dafür ist, dass ihnen der Wahrnehmungsflter im Gehirn fehlt, mit dem alle unwichtigen Sachen herausgefiltert werden. Hochsensible Menschen nehmen 1 zu 1 wahr. Es kommt ungefiltert bei ihnen an, ob nun in Form von Gefühlen, Gedanken oder über die Mimik und Gestik.
Hochsensible brauchen nur einen Raum betreten, um zu wissen, welche Atmosphäre dort vorherrscht. Sie spüren sofort, ob eine positive oder negative Stimmung herrscht. Bei positiven Stimmungen bleiben sie gerne. Bei negativen Stimmungen nehmen sie eher , im wahrsten Sinn des Wortes, die Füße in die Hand und hauen ab. Negativität ist für sie Gift. Sie werden dadurch ganz unbewusst selber negativ gestimmt und fühlen diese mitunter im eigenen Körper.
Dasselbe gilt auch für Gedanken und Emotionen, die wir über unser Körperbewusstsein verbreiten. Ein normal sensibler Mensch kann sich das immer nicht vorstellen, aber hochsensible spüren das Körpergefühl anderer Menschen ungefiltert. Sie können genau sagen, ob die andere Person gerade glücklich, traurig, wütend, erschöpft oder nur schlecht gelaunt ist. Manche hochsensiblen spüren Emotionen, auch wenn diese Person nicht neben ihnen steht – sofern sie eine Verbindung z.B. auf familiärer Ebene miteinander haben. Diese Empfindungen nimmt der Hochsensible demzufolge über Entfernungen wahr. Die Weite spielt dabei keine Rolle.
Es mag für Dich als normal sensibler Mensch wie ein Phänomen klingen. Aus eigener Erfahrung als hochsensibler Mensch kann ich Dir sagen, diese Wahrnehmungen sind ganz normal. Zumindest für Hochsensible.
 Diese Empfindungen sind auch nicht schlimm. Im Gegenteil, sie lassen hochsensible dadurch sensitiver im Umgang mit sich selbst und andere sein. Dieser Umgang ist sehr intensiv und meist von Liebe geprägt; und er verkörpert etwas, das sich heute jeder Mensch tief in seinem Herzen wünscht. Das liegt daran, weil unsere Welt derzeitig noch eher rauch und oberflächlich ist, worunter nicht nur hochsensible sondern auch normal sensible Menschen in ihrer Gemütslage leiden.

Hochsensible Kinder in der Kindererziehung.

Die Kindererziehung eines hochsensiblen Kindes ist heutzutage für Eltern nicht ganz so einfach. Zum einen müssen Eltern erst einmal wissen, dass ihr Kind hochsensibel ist. Zum anderen müssen sie es dann erst einmal verstehen und kennenlernen. Besonders in der eigenen Erlebniswelt. Wenn Kinder noch ganz klein sind, ist das noch etwas komplizierter, da sie ja noch nicht reden können. Ihre Hochsensibilität machen sie uns dennoch auf andere Art und Weise klar.


Lass mich Dir einige Beispiele geben!
Zum Beispiel kann es vorkommen, dass hochsensible Kinder mehr weinen als andere. Sie sind viel Familiengebundener, was dazu führen kann, dass sie einen intensiveren Kontakt als Säuglinge zu ihrer Mutter benötigen. Das wiederum kann dazu führen, dass man als junge Mutter wenig Freiraum für sich selber hat und in den ersten Monaten massiv gefordert ist. Aber das legt sich mit der Zeit. Für hochsensible Kinder ist es auch gut, dass du die Winterschuhe oder den dicken Anorak schon einen Tag vorher ankündigst. Ansonsten kann es dir passieren, dass sich Dein Kind damit überhaupt nicht einverstanden erklärt etwas zu tragen, was es in den letzten Woche nicht getragen hat.
Hochsensible Kinder, wenn sie dann größer werden, spielen gern für sich allein. Sie brauchen keinen Trubel um sich herum, sie genießen die Einsamkeit mit sich oder nur mit Euch als Eltern. Es kann auch vorkommen, dass Dich Dein Kind mit zunehmendem Alter fragt, ob bei Dir alles gut ist. Zum einen checken sie damit Deine Gemütslage, weil es für hochsensible Kinder von größter Wichtigkeit ist, dass es Dir als Elternteil gut geht. Zum anderen checken sie auch ihre Wahrnehmungen oder nehmen etwas wahr, was mit: „Mir geht es gut!“ im Gegensatz steht. Dann fragen sie zur eigenen Bestätigung bei Dir nach. Sei dann bitte ehrlich zu ihnen. Sie spüren die Wahrheit so oder so.


Meistenteils stellen Eltern fest, dass sie nicht nur ein hochsensibles Kind an ihrer Seite haben. Oftmals entdeckt dadurch ein Elternteil die eigene Hochsensibilität. Für dieses Elternteil ist es dann wesentlich einfacher das eigene Kind zu verstehen und mit ihm umzugehen. Aus dem einfachen Grund, weil man selber entdeckt wie man tickt, handelt und empfindet, aber auch weil man sich viel besser in sein Kind hineinversetzen kann. Sollte das bei Dir der Fall sein, dann wirst Du feststellen, dass die Kindererziehung eines hochsensiblen Kindes viel einfacher ist als Du denkst. Denn Du musst Dich nur auf Dich selbst besinnen.

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Was brauche hochsensibel Kinder wirklich?

Hochsensible Kinder brauchen ein hohes Mass an Liebe und Verständnis, damit sie in Geborgenheit und Behutsamkeit groß werden können. Achtsamkeit für ihre eigene Erlebniswelt ist für hochsensible von Nöten.
 Aber auch ein festes Rüstzeug für das eigene Leben ist für diese Kinde wichtig.
Warum?
Aufgrund ihrer Wahrnehmungen kann es manchmal dazu kommen, dass hochsensible Kinder  empfundene Emotionen unterscheiden lernen müssen. Was gehört zu mir.  Was zu dem anderen.

Sie müssen auch lernen negative Energien, gerade solche wie sie in Oberschulen oder hochsensible KinderGymnasien vorherrschen, zu verändern. Vor allem, sich davon nicht beeinflussen zu lassen. Was in unserer heutigen Gesellschaft für hochsensible Kinder nicht wirklich leicht ist.
Aus meiner Sicht gibt es heute schon viel mehr hochsensible Kinder und ich gehe davon aus, dass immer mehr hochsensible unsere Erde bereichern werden.
Zum einen, weil es an der Zeit ist, dass wir Erwachsenen in unserer Welt mal anfangen so richtig aufzuräumen. Dazu brauchen wir diese Kinder.
Zum anderen, weil immer mehr Liebe unseren Planten überflutet. Liebe, die es diesen Kindern leichter macht auf dieser Welt klarzukommen. Doch dafür muss erst einmal viel Platz für Neues geschaffen werden.
Das wir Platz für Neues schaffen müssen, kannst Du, aus meiner Sicht, ganz deutlich an unserem Schulsystem erkennen. Wäre hier als super und rund, würde es in Schulen viel ruhiger und entspannter zugehen.

Im Klartext brauchen hochsensible Kinder ein hohes Mass an Zuwendung, Liebe, Achtung und Respekt, gepaart mit Halt und Vertrauen; und immer in dem Wissen, dass sie so wie sie sind richtig und wichtig sind. Sie können ihrer eigenen Wahrheit vertrauen. Bedingungslos. Auch wenn sie nicht der unsrigen entspricht. Sie haben ihre eigene Meinung, die tief in ihren Herzen verankert ist, und welche sie mit ganz viel Liebe an uns weitergeben wollen.

Hochsensible und ihre Gaben.

1. Die Gabe des emotionalen Wissens.
2. Die Gabe die Einsamkeit genießen zu können.
3. Die Gabe einer Existenz von ganzem Herzen.
4. Die Gabe des inneren Wachstums.

Das heißt, sie sind in der Lage, Dinge zusehen, die andere Kinder nicht sehen. z.B. das traurige Gesicht ihres Vater. Sie können alleine sein ohne sich einsam zu fühlen. Sie leben ihr Leben aus tiefem Herzen. Was bedeutet, dass sie viel tiefer und intensiver lieben, dass sie sich viel mehr über die kleine Dinge des Lebens erfreuen können und dass sie viel intensiver Freundschaften leben und Zuneigung schenken.
Doch eins müssen wir als Eltern unbedingt noch wissen. Sie sind dadurch verletzbarer. Schneller traurig als normal sensible Kinder. Und sie leiden zu einem gewissen Mass an äußerer Reizüberflutung. Manche nehme Äußerungen und Erfahrungen persönlich, was sich wiederum nicht förderlich auf die eigene Persönlichkeit auswirkt.
Darum ist ein festes Rüstzeug und die Stärkung ihres Selbst von größter Wichtigkeit, welches aus Selbstliebe, Selbstachtung, Selbstvertrauen, Selbstwert, Selbstbewusstsein und Selbstakzeptanz besteht. Denn davon können wir hochsensiblen Kinder in der heutigen Zeit nicht genug mitgeben.

hochsensible Kinder

Wenn Du ein hochsensibles Kind an Deiner Seite hast, dann möchte ich Dich ermutigen in der Kindererziehung neue Wege einzuschlagen und Dich animieren Deine Kindererziehung in das Licht der Liebe zu stellen. Zu hundert Prozent und ohne Wenn und Aber.

Herzlichst Deine Heike